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<title>Körperbehaarung</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Körperbehaarung</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Als <b>Körperbehaarung</b> wird die <a href="Haar" title="Haar">Behaarung</a> am <a href="Menschlicher_K%C3%B6rper" title="Menschlicher Körper">menschlichen Körper</a> im Unterschied zum <a href="Kopfhaar" title="Kopfhaar">Kopfhaar</a> bezeichnet. Sie folgt in Bezug auf die <a href="Androgene" title="Androgene">Androgen</a>sensibilität anderen Wachstums- und Entwicklungsmodalitäten als das Kopfhaar. So ist – mit Ausnahme des <a href="Barthaar" class="mw-redirect" title="Barthaar">Barthaars</a> beim Mann – ihr <a href="Haar#Haarzyklus" title="Haar">Wachstumszyklus</a> auf wenige Monate begrenzt und somit wesentlich kürzer als der des Kopfhaars. Beispielsweise fallen Beinhaare nach zwei, <a href="Achselhaar" title="Achselhaar">Achselhaare</a> nach sechs Monaten aus.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da sich die <a href="Terminalhaar" title="Terminalhaar">terminale</a> beziehungsweise erwachsene Körperbehaarung erst durch eine vermehrte Ausschüttung von Androgenen (männlichen <a href="Sexualhormone" title="Sexualhormone">Geschlechtshormonen</a>) herausbildet, wird sie bisweilen auch als <i>androgene Behaarung</i> bezeichnet. Auf Grund der unterschiedlich hohen Androgenausschüttung bei der Frau und beim Mann entwickelt sich die terminale Körperbehaarung <a href="Sexualdimorphismus" title="Sexualdimorphismus">geschlechtsspezifisch</a>. Sie gilt daher auch als sekundäres <a href="Geschlechtsmerkmal" title="Geschlechtsmerkmal">Geschlechtsmerkmal</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung">Entwicklung</h2></div>

<p>Der gesamte menschliche Körper ist bis auf wenige Ausnahmen von <a href="Vellushaar" title="Vellushaar">Vellushaar</a>, einem marklosen, unpigmentierten Flaum, bedeckt. Durch eine vermehrte Ausschüttung von Androgenen während und nach der <a href="Pubert%C3%A4t" title="Pubertät">Pubertät</a> wird Vellushaar <a href="Geschlechtsdimorphismus" class="mw-redirect" title="Geschlechtsdimorphismus">geschlechtsspezifisch</a> in Terminalhaar umgewandelt. Das entstandene <a href="Terminalhaar" title="Terminalhaar">Terminalhaar</a> ist markhaltig und individuell pigmentiert. Der Grad der jeweiligen Körperbehaarung ist neben dem <a href="Geschlechtsmerkmal" title="Geschlechtsmerkmal">Geschlecht</a> von der <a href="Gen" title="Gen">genetischen</a> <a href="Disposition_(Medizin)" title="Disposition (Medizin)">Disposition</a>, vom <a href="Hormon" title="Hormon">hormonellen</a> Status und vom Lebensalter abhängig.
</p><p>In erster Linie bestimmt die genetische Disposition die individuelle Ausprägung und somit das Ausmaß der Behaarung. Genetisch vorbestimmt liegt eine bestimmte Anzahl von Haarwachstumszellen in der Haut.
</p><p>Männer und Frauen unterscheiden sich nicht in der Anzahl der Haarwachstumszellen. Lediglich die unterschiedlichen Funktionen des endokrinen Systems, also der Anteil an Androgenen, bestimmen die Menge und Dichte des Haarwuchses. Bei manchen Völkern sind auch Frauen sehr stark behaart. Hier ist es nicht ungewöhnlich, dass hormonell gesunde Frauen einen für mitteleuropäische Verhältnisse männlichen Behaarungstyp aufweisen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verteilung_in_den_menschlichen_Populationen">Verteilung in den menschlichen Populationen</h2></div>

<p>Die Stärke der Körperbehaarung variiert in den <a href="Population_(Anthropologie)" title="Population (Anthropologie)">menschlichen Populationen</a>. Die Ursache sind unterschiedliche <a href="Evolution%C3%A4re_Anpassung" title="Evolutionäre Anpassung">evolutionäre Anpassungsprozesse</a> an verschiedene Lebensräume im Laufe der Menschheitsentwicklung. So haben beispielsweise die <a href="Malaien" title="Malaien">Malaien</a> oftmals keine Körperhaare und die <a href="Ainu" title="Ainu">Ainu</a> auffallend viele. Früher war dies ein Merkmal der überholten <a href="Rassentheorie" title="Rassentheorie">Rassentheorien</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Heute weiß man, dass es keine klar abgrenzbaren Rassen gibt, sondern nur fließende Übergänge und große genetische Bandbreiten innerhalb jeder Population.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die nebenstehende Karte gibt die Verteilung vor der <a href="Europ%C3%A4ische_Expansion" title="Europäische Expansion">europäischen Expansion</a> wieder, berücksichtigt jedoch nicht, dass es auch Unterschiede bei den Körperteilen gibt: So findet sich z.&nbsp;B. bei den Inuits und den <a href="Nordwestk%C3%BCstenkultur" title="Nordwestküstenkultur">Indigenen Stämmen der Nordwestküste</a> deutlich mehr Bartwuchs als bei anderen amerikanischen <a href="Indigene" class="mw-redirect" title="Indigene">Indigenen</a>, während die übrige Körperbehaarung keinen signifikanten Unterschied aufweist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Funktion">Funktion</h2></div>
<p>An einigen <a href="Schwei%C3%9Fdr%C3%BCse" title="Schweißdrüse">schweißdrüsenreichen</a> Körperstellen (zum Beispiel an den <a href="Achsel" title="Achsel">Achseln</a>) unterstützt die terminale Behaarung die Temperaturregelung, indem sie die Oberfläche vergrößert und der <a href="Schwei%C3%9F" title="Schweiß">Schweiß</a> leichter abgegeben werden kann. Andere Stellen werden durch die Behaarung zusätzlich geschützt, zum Beispiel der Schambereich. Besonders im Perianal- und Perigenitalbereich dient die Körperbehaarung auch der Herabsetzung von Reibung.
</p><p>Haare vergrößern nicht nur die Oberfläche des Körpers, sie verstärken auch die Sensibilität der Haut. Es gibt manche Körperstellen, die durch Streicheleinheiten erotisch gereizt werden – man spricht von erogenen Zonen der Haut. Berührt man nun die Haare, wird dieser <a href="Oberfl%C3%A4chensensibilit%C3%A4t" title="Oberflächensensibilität">taktile Reiz</a> wegen der vergrößerten Oberfläche um ein Vielfaches verstärkt. Die Haare leiten die Berührung an die Haut weiter, wo es zu einem Verstärkereffekt kommt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Androgensensibilität"><span id="Androgensensibilit.C3.A4t"></span>Androgensensibilität</h2></div>

<p>Ein Körperhaar reagiert anders auf <a href="Androgene" title="Androgene">Androgene</a> als ein <a href="Kopfhaar" title="Kopfhaar">Kopfhaar</a>. Im Gegensatz zum Kopfhaar, dessen Wachstum bei vermehrter Androgenzufuhr zurückgeht, wird das Wachstum des Körperhaares stimuliert. Die Entwicklung vom Vellushaar zum Terminalhaar während der Pubertät basiert auf dieser Androgensensibilität.
</p><p>Die Androgensensibilität der Körperhaare zeigt sich nicht nur in der Pubertät, sondern auch bei künstlicher Androgenzufuhr, etwa durch bestimmte Hormonpräparate. Untersuchungen belegen, dass Menschen, die beispielsweise <a href="Steroid" class="mw-redirect" title="Steroid">Steroidpräparate</a> einnehmen, eine vermehrte Körperbehaarung ausbilden. Vor allem Frauen können bei der Einnahme solcher Präparate eine Behaarung ähnlich dem männlichen Wachstumsmuster bekommen (<a href="Virilisierung" title="Virilisierung">Virilisierung</a>, <a href="Hirsutismus" title="Hirsutismus">Hirsutismus</a>). Die künstlich erhöhte Androgenzufuhr beeinflusst nicht nur das Haarwachstum, sondern führt auch zu einer Vermännlichung des gesamten Organismus, riskiert <a href="Unfruchtbarkeit" title="Unfruchtbarkeit">Unfruchtbarkeit</a> sowie (dosis- und präperatabhängig) eine Reihe weiterer, teilweise gesundheitsschädlicher, <a href="Testosteron" title="Testosteron">Nebenwirkungen</a>.
</p><p>Bei Frauen kann die Körperbehaarung auch durch den sinkenden <a href="%C3%96strogen" class="mw-redirect" title="Östrogen">Östrogenspiegel</a> in den <a href="Wechseljahre" class="mw-redirect" title="Wechseljahre">Wechseljahren</a> und die daraus folgende Androgendominanz zunehmen. Dem kann durch die Einnahme von Östrogenpräparaten entgegengewirkt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschlechtsspezifische_Behaarungsmuster">Geschlechtsspezifische Behaarungsmuster</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weibliche_Körperbehaarung"><span id="Weibliche_K.C3.B6rperbehaarung"></span>Weibliche Körperbehaarung</h3></div>

<p><a href="Frau" title="Frau">Frauen</a> entwickeln während der <a href="Pubert%C3%A4t" title="Pubertät">Pubertät</a> an folgenden Stellen eine terminale Behaarung:
</p>
<div style="column-width:20em">
<ul><li><a href="Schamhaar" title="Schamhaar">Schamhaar</a></li>
<li><a href="Analhaar" class="mw-redirect" title="Analhaar">Analhaar</a></li>
<li><a href="Achselhaar" title="Achselhaar">Achselhaar</a></li>
<li>Haare an den Extremitäten (<a href="Arm" title="Arm">Arme</a> und <a href="Untere_Extremit%C3%A4t" title="Untere Extremität">Beine</a>)</li></ul>
</div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Männliche_Körperbehaarung"><span id="M.C3.A4nnliche_K.C3.B6rperbehaarung"></span>Männliche Körperbehaarung</h3></div>

<p>Der Körper des <a href="Mann" title="Mann">Mannes</a> ist im Unterschied zur Frau von mehr Terminalhaar bedeckt. Verschiedene Stellen des männlichen Körpers tragen Terminalhaarbewuchs, der sich während und nach der <a href="Pubert%C3%A4t" title="Pubertät">Pubertät</a> herausbildet:
</p>
<div style="column-width:20em">
<ul><li><a href="Barthaar" class="mw-redirect" title="Barthaar">Barthaar</a></li>
<li><a href="Brustbehaarung" title="Brustbehaarung">Brustbehaarung</a></li>
<li><a href="Schamhaar" title="Schamhaar">Scham-</a> und <a href="Bauchbehaarung" title="Bauchbehaarung">Bauchbehaarung</a></li>
<li><a href="Analhaar" class="mw-redirect" title="Analhaar">Analhaar</a></li>
<li><a href="Achselhaare" class="mw-redirect" title="Achselhaare">Achselhaar</a></li>
<li><a href="R%C3%BCckenbehaarung" title="Rückenbehaarung">Rückenbehaarung</a></li>
<li>Haare an den Extremitäten (Arme und Beine)</li>
<li>Haare am Gesäß</li>
<li><a href="Nasenhaar" title="Nasenhaar">Nasenhaare</a></li>
<li>Ohrenhaare</li></ul>
</div>
<p>Die Entwicklung der männlichen Körperbehaarung beginnt in der Frühphase der Pubertät, setzt sich aber auch nach Abschluss der Pubertät kontinuierlich fort und erreicht ihre höchste Ausprägung in der sechsten Lebensdekade. In der Regel ist es sogar so, dass sich an bestimmten Körperstellen wie etwa an der Brust, den Oberarmen, den Schultern und dem Rücken eine voll ausgebildete Terminalbehaarung erst im Alter zwischen 20 und 30 oder oft auch niemals herausbildet. Die Ausprägung der Körperbehaarung am Ende der Pubertät entspricht demnach nicht immer dem potentiellen Terminalzustand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wachstumszyklus">Wachstumszyklus</h2></div>
<p>In der Literatur finden sich folgende Angaben zum Wachstumszyklus:<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable sortable">

<caption>
</caption>
<tbody><tr>
<th>Art
</th>
<th>Wachstum
</th>
<th>Anagenphase
</th>
<th>Telogenphase
</th>
<th>Anteil der Haare in der Wachstumsphase
</th></tr>
<tr>
<td>Achselhaare
</td>
<td>0,28–0,44 mm/Tag
</td>
<td>44–72 Wochen
</td>
<td>48–68 Wochen
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>Schamhaare
</td>
<td>0,20–0,39 mm/Tag
</td>
<td>47–77 Wochen
</td>
<td>51–73 Wochen
</td>
<td>40–60&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>Kopfhaare
</td>
<td>
</td>
<td>
</td>
<td>
</td>
<td>85–90&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>Barthaare
</td>
<td>0,25–0,29 mm/Tag
</td>
<td>2–11 Wochen
</td>
<td>
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>Augenbrauen
</td>
<td>
</td>
<td>8 Wochen
</td>
<td>
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>Wimpern
</td>
<td>
</td>
<td>8 Wochen
</td>
<td>
</td>
<td>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vermehrte_Körperbehaarung"><span id="Vermehrte_K.C3.B6rperbehaarung"></span>Vermehrte Körperbehaarung</h2></div>
<p>Ein vermehrtes und unnatürliches Wachstum der Körperbehaarung wird als <a href="Hypertrichose" title="Hypertrichose">Hypertrichose</a> bezeichnet. Eine Hypertrichose, die medizinisch als Erkrankung definiert wird, kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern in unterschiedlicher Ausprägung und in unterschiedlichem Lebensalter auftreten.
</p><p>Eine Form vermehrter Körperbehaarung, die ausschließlich Frauen betrifft, ist der <a href="Hirsutismus" title="Hirsutismus">Hirsutismus</a>, der sich in der Entwicklung eines männlichen, für Frauen untypischen Behaarungstyps äußert. Hirsutismus wird in der Regel durch eine vermehrte Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone ausgelöst.
</p><p>Auch <a href="Atavismus" title="Atavismus">Atavismus</a>, die vereinzelte Ausprägung von ansonsten nur embryonal angelegten Merkmalen, kann Vollgesichts- oder Vollkörperbehaarung beim Erwachsenen jedes Geschlechts zur Folge haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kulturelle_Aspekte">Kulturelle Aspekte</h2></div>

<p>Wann eine Behaarung als abnorm angesehen wird, hängt nicht nur von medizinischen, sondern auch von sozialen Gegebenheiten ab. So differiert die Betrachtung der Körperbehaarung sehr stark zwischen den verschiedenen Kulturkreisen. In einigen Kulturen wird sie als Geschlechtsmerkmal zur Schau gestellt, in anderen gilt der haarlose Körper als Ideal. Bereits im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">mittelalterlichen</a> Europa wurden Körperhaare entfernt oder gekürzt.
</p><p>Zwischen den 1980er und 2000er Jahren zeichnete sich in den westlichen Industrienationen eine zunehmende Tendenz zur <a href="K%C3%B6rperhaarentfernung" title="Körperhaarentfernung">Enthaarung</a> des Körpers (<a href="Ganzk%C3%B6rperrasur" class="mw-redirect" title="Ganzkörperrasur">Ganzkörperrasur</a>, <a href="Intimrasur" title="Intimrasur">Intimrasur</a>), vor allem bei Frauen ab. In vielen Kulturen der modernen Zeit gilt teils noch heute ein zu starker Haarwuchs vor allem bei Frauen als unästhetisch, und auch die <a href="Werbung" title="Werbung">Produktwerbungen</a> und <a href="Wellness" title="Wellness">Wellnessreklamen</a> bestätigen und unterstützen den steten Trend zur glatten, haarlosen Haut. Je knapper Badeanzug oder <a href="Bikini" title="Bikini">Bikini</a> getragen wird, umso mehr „muss“ unter jenen kulturellen Vorgaben das, was an vermehrter Haut gezeigt wird, unbehaart sein. Obwohl die gesellschaftliche Akzeptanz von Körperhaaren auch heute noch bei Männern wesentlich höher ist, ist auch hier ein Trend zur Rasur zu erkennen. Die Entfernung der Körperbehaarung bei Männern ist allerdings weniger üblich als bei Frauen. Eine im Jahr 2008 durchgeführte Studie der <a href="Universit%C3%A4t_Leipzig" title="Universität Leipzig">Universität Leipzig</a> unter jungen Erwachsenen kam zu dem Ergebnis, dass sich 97&nbsp;% der Frauen und 79&nbsp;% der Männer mindestens einen Teil der Körperbehaarung entfernen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit Mitte der 2010er Jahre gibt es eine Bewegung gegen die Entfernung der Körperbehaarung.<sup id="cite_ref-focus-4747624_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-focus-4747624-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insbesondere Frauen sprachen sich in sozialen Netzwerken gegen die gesellschaftliche Norm aus. Gegen Ende des Jahrzehnts wurde das unrasierte Erscheinungsbild von den Medien als neuer Trend beschrieben und trifft auch in der Werbebranche auf Unterstützung.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Studie der britischen Marktagentur Mintel behandelt die Entwicklung der Körperhaarentfernung zwischen 2013 und 2018 und belegt, dass sich in den entsprechenden Körperregionen zunehmend weniger junge Frauen rasieren.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Body_hair?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Körperbehaarung</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/K%C3%B6rperbehaarung" class="extiw external" title="wikt:Körperbehaarung">Wiktionary: Körperbehaarung</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=7576897-5">Literatur von und über Körperbehaarung</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/warum-haare-staendig-wachsen/"><i>Warum Haare ständig wachsen.</i></a> In: <i>wissenschaft.de.</i> 2.&nbsp;November 2006,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 8.&nbsp;September 2019</span>: „Während Beinhaare etwa nach zwei und Achselhaare ungefähr nach sechs Monaten ihr Wachstum einstellen und ausfallen, wachsen die Kopfhaare bei einem Menschen mindestens sechs Jahre lang ununterbrochen weiter.“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AK%C3%B6rperbehaarung&amp;rft.title=Warum+Haare+st%C3%A4ndig+wachsen&amp;rft.description=Warum+Haare+st%C3%A4ndig+wachsen&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.wissenschaft.de%2Fumwelt-natur%2Fwarum-haare-staendig-wachsen%2F&amp;rft.date=2006-11-02">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Joseph Deniker: <i>The races of man: an outline of anthropology and ethnography.</i> 1901</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">C. H. Danforth, M. Trotter: <i>The distribution of body hair in white subjects.</i> In: <i>American Journal of Physical Anthropology.</i> 5, 1922, S. 259–265.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.gtfch.org/cms/images/stories/files/GTFCh_Richtlinie_Anhang%20C_Haaranalysen_Version1.pdf">https://www.gtfch.org/cms/images/stories/files/GTFCh_Richtlinie_Anhang%20C_Haaranalysen_Version1.pdf</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Burkhard Madea (Hrsg.): <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=P3EJ9UjJrBUC">Haaranalytik</a>.</i> Deutscher Ärzteverlag, 2004, ISBN 3769104374 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=P3EJ9UjJrBUC">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche)</span>
</li>
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